Gut, dass es Fachleute gibt, auf die man sich verlassen kann

Bei unserem Turm ging es anschließend mit dem Setzen der Fenster und der Balkontür im 1. OG weiter. Das Mauern der weiteren erforderlichen Segmentbögen übernahm dieses Mal Dieter, und es wurden tatsächlich runde Formen.

Bevor nun der Ausbruch der Fenster im 2. OG vorgenommen werden konnte, musste entschieden werden, ob die oberste Betondecke entfernt werden sollte. Ein Fachmann für Betonschneidearbeiten wurde zu Rate gezogen und hat erstmal deutlich gemacht, wie kompliziert und teuer das Ganze wird. Deshalb haben wir beschlossen die Decke zu belassen, auch wenn dann im 2. OG nur eine Raumhöhe von ca. 200 cm entsteht. Im Nachhinein die richtige Entscheidung, denn es entstand hiermit wirklich ein gemütlicher Ruheraum, die niedrige Raumhöhe stört dabei überhaupt nicht.

Um im 2. OG weiter arbeiten zu können, musste vorher die Zwischendecke eingebaut werden. Dabei kam uns der gute Kontakt zur Zimmerei Lochbrunner aus Günzburg entgegen. Walter Lochbrunner, der die Zimmerei vor kurzem von seinem leider zu früh verstorbenen Vater übernommen hatte, erlaubte uns die Nutzung seiner Werkstatt. An einen Samstag, den 14. Juni, wurden zusammen mit Anton die Balken für die Zwischendecke gehobelt, passend abgelängt und mit Zapfenverbindungen versehen. Gleichzeitig das Holz für die späteren Regale im EG und die Treppe vom 1. OG ins 2. OG hergerichtet. Nachdem dann die Balkenauflagen ausgebrochen waren, erfolgte der Einbau der Balkendecke bereits am Montag, den 16. Juni. Auf diese Decke wurden vorübergehend Schaltafeln gelegt, damit ein vernünftiges Arbeiten im 2. OG möglich war.

Die Zimmerei Lochbrunner war für uns ein Glücksfall! Walter Lochbrunner war bereit uns ein Gerüst für die weiteren Außenarbeiten zur Verfügung zu stellen. Wir mussten nur noch einen Fachmann für die Putzarbeiten finden, denn diese in Eigenleistung vorzunehmen, trauten wir uns dann doch nicht zu. Wir erinnerten uns an Alexander Fehnle (Lebensgefährte einer Cousine meiner Frau), der bereits die Innenputzarbeiten an unserem Neubau vorgenommen hatte. Herr Fehnle war sofort einverstanden und hatte glücklicherweise auch noch die notwendigen Maschinen und das Werkzeug für die Verputzarbeiten.

Als erstes übernahm er gleich das Verputzen im Innenbereich der bereits gesetzten Fenster und der Balkontür im 1. OG. Damit alles für die Außenputzarbeiten vorbereitet werden kann (alten Putz komplett entfernen, Fenster im 2. OG ausbrechen und setzen, Balken für Galgen anbringen, Dach ausbessern und säubern), wurde ein Terminplan erstellt. Der Außenputz sollte Mitte bis Ende Juli angebracht werden.

Die Zeit dazwischen wurde dann zum Ausbruch der Fenster im 2. OG genutzt. Dabei kam wieder die solide Bauweise zum Vorschein. Der Ringanker aus festem Beton, mit einer Höhe von 100 cm, war nur äußerst schwer zu durchbrechen. Stückchenweise wurde das Loch für ein Fenster mit dem „Duss“ ausgehämmert. Beim zweiten geplanten Segmentfenster entschieden wir uns dann, ein kleineres schmales rechteckiges Fenster (nur ca. 90 x 35 cm) einzubauen, um uns die Ausbrucharbeiten beim Beton zu sparen.

Ausbrucharbeiten

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